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Chicken Tikka Masala

Chicken Tikka Masala – würzig, cremig und voller Wärme

Marinade · Röstaromen · Sauce – ein Prinzip, das immer funktioniert

Chicken Tikka Masala wirkt auf den ersten Blick vielleicht aufwendig, besonders wenn man nicht regelmäßig indisch kocht. Aber Schritt für Schritt ist es gut machbar. Man braucht keine Spezialtechnik – nur etwas Zeit und gute Gewürze.

Geht das Rezept ganz in Ruhe an: Das Huhn darf marinieren, die Gewürze werden sanft angeröstet, danach entsteht eine cremige Tomatensauce. Alles baut aufeinander auf. Wenn man sich an diese Reihenfolge hält, entsteht ganz natürlich Tiefe und Aroma.

Am Ende steht ein Gericht, das würzig und cremig ist, angenehm warm und ausgewogen – und das auch dann gelingt, wenn man noch nicht viel Erfahrung mit der indischen Küche hat.

Ich arbeite hier bewusst mit ganzen und gemahlenen Gewürzen. Ganze Gewürze – wie Zimt, Kardamom oder Nelken – kommen zuerst ins heiße Öl. Durch die Hitze lösen sich ihre fettlöslichen Aromastoffe. Das Öl wird zum Geschmacksträger. Erst danach folgen Zwiebeln, Tomaten und später die gemahlenen Gewürze. So entsteht die geschmackliche Tiefe. 
Ein häufiger Fehler: Gewürze einfach nur mitkochen. Dann bleiben sie flach. Aroma braucht Hitze und Fett. Und es braucht Timing.
Auch die Marinade ist kein Nebenschritt. Salz beginnt sofort zu wirken, Joghurt macht das Fleisch zarter, Gewürze dringen ein. Das Ergebnis ist nicht nur eine gewürzte Oberfläche, sondern Geschmack im Kern.
Chicken Tikka Masala ist deshalb für mich nicht nur ein „Curry“, sondern ein Beispiel dafür, wie man mit Gewürzen arbeitet. Versteht man das Prinzip, lassen sich unzählige Gerichte darauf aufbauen.

Rezept: Chicken Tikka Masala (für 6–8 Portionen)

Marinade

  • 1,2 kg Hühnerbrust oder Schenkel
  • 1–2 EL griechischer Joghurt (10 %)
  • 1,5 TL Salz
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 TL Kashmiri-Chilipulver
  • 1 TL Kurkuma
  • Etwas Senföl oder Dijonsenf
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 TL frisch geriebener Ingwer
Huhn mindestens 2 Stunden marinieren.

Sauce

  • 1 EL Cashewmus
  • 100 ml Sahne
  • Ghee, Butterschmalz, oder neutrales Öl, wie z.B Erdnussöl
  • 1 Zimtstange
  • Kardamomkapseln
  • 2–3 Nelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 große Zwiebel, fein gehackt
  • 1 TL Kashmiri – Chilipulver
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer
  • 4 Tomaten, gewürfelt
  • 2–3 EL Tomatenpüree
  • Gehackte Korianderstiele (optional)

Gemahlene Gewürze

  • 2 TL Garam Masala
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Korianderpulver
  • 1 TL Salz

Zum Schluss

  • 1 große Zwiebel, grob geschnitten
  • 1 grüne Paprika, grob geschnitten
  • etwas Öl
  • 1 TL Dijonsenf

Zubereitung

  1. Öl oder Ghee erhitzen, ganze Gewürze anrösten.
  2. Zwiebeln goldbraun braten, Tomatenmark, Ingwer und Knoblauch zugeben.
  3. Tomatenwürfel und Tomatenpüree ca. 10 Minuten mit Deckel einkochen.
  4. Huhn aus der Marinade nehmen und separat kurz kräftig anbraten (dazu die Hühnerteile vorher etwas in Maizena tunken) oder im Ofen grillen.
  5. Gemahlene Gewürze, Cashew-Püree und Sahne zur Sauce geben.
  6. Huhn einlegen und ca. 10 Minuten sanft köcheln lassen.
  7. Paprika und Zwiebel separat braten und mit Senf und Salz würzen. Vor dem Servieren darüber geben.
Wenn du das Prinzip einmal verstanden hast – Marinade, Röstaromen, Sauce – kannst du damit unzählige Varianten bauen. Als Beilage passt Reis und Raita.

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