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Pad Kra Pao

 

Pad Kra Pao – Thai-Komfortküche für zuhause

Schnell, aromatisch und scharf – thailändischer Genuss ohne Aufwand

Pad Kra Pao ist eines dieser Gerichte, das mit wenigen Zutaten und minimalem Aufwand große Wirkung erzielt. Aromatisch, scharf, herzhaft – in der thailändischen Küche gilt es fast als Alltagsgericht, das schnell zubereitet wird und trotzdem voller Geschmack steckt.
Ich koche es oft, wenn es schnell gehen soll. Wir lieben die scharf würzige Thaiküche sowieso, umso besser, wenn das noch mit wenig Zeitaufwand verbunden ist. Das bekommt ihr auch hin, wenn ihr keine geübten Köche seid!
Im Zentrum steht dabei ein besonderes Basilikum: Holy Basil (Ocimum tenuiflorum), auch als Tulsi bekannt. Es hat ein kräftiges, leicht pfeffriges Aroma mit einem Hauch von Nelke und spielt in der traditionellen thailändischen (und auch ayurvedischen) Küche und Medizin eine wichtige Rolle. Es wirkt entzündungshemmend, antioxidativ und adaptogen – also stressausgleichend – und wird oft zur Unterstützung von Immunsystem, Atemwegen und Verdauung eingesetzt. 
Tulsitee ist mittlerweile auch in allen Bioläden und Reformhäusern angekommen. Er hilft gut beim Abschalten nach einem stressigen Tag.

Thai-Basilikum oder Holy Basil?

Links Thai-Basilikum, rechts Holy Basil

Wichtig ist, Holy Basil nicht mit Thai-Basilikum (Horapa) zu verwechseln. Letzteres hat ein süßlich-würziges Aroma mit einer Anisnote, das hervorragend in roten und grünen Currys passt, aber Pad Kra Pao eine andere Richtung gibt.Wenn du kein Holy Basil bekommst, kannst du improvisieren – selbst normales Basilikum (mit etwas mehr Chili und Pfeffer) bringt eine sehr köstliche, wenn auch leicht abgewandelte Version auf den Teller.

Chili – der kleine Stoffwechsel-Booster

Chili ist nicht nur ein Geschmacksträger, sondern auch ein echter Stoffwechsel-Anreger. Verantwortlich dafür ist Capsaicin, der scharfe Wirkstoff in Chilischoten. Es regt die Durchblutung an, erhöht leicht die Körpertemperatur und kann so den Energieverbrauch steigern. Außerdem wirkt Chili entzündungshemmend und fördert die Verdauung – perfekt für würzige Gerichte wie Pad Kra Pao.

Kochen ohne Perfektion – warum das befreiend ist

Oft werde ich in meinen Kochkursen gefragt, woher man all diese Zutaten bekommt und ob man improvisieren darf.

Ich sage: Ja, bitte! Es muss nicht alles perfekt sein. Oft verschieben wir das Kochen, weil eine „authentische“ Zutat fehlt – dabei macht gerade der kreative Umgang mit dem, was da ist, Freude und Leichtigkeit.

Frisch kochen bedeutet Kontrolle über die Inhaltsstoffe, Qualität und Genuss. Es lohnt sich, auch in stressigen Zeiten etwas Zeit in gesunde, nährstoffreiche Mahlzeiten zu investieren.

Zum Thema Fleisch: ursprüglich wurde eher Rindfleisch verwendet, aber ihr könnt auch Huhn oder anderes Fleisch verwenden.

Als vegane Variante schmeckt Tofu auch sehr gut, wobei die Fischsauce weggelassen werden kann und ihr nur Sojasauce verwendet.

 

Rezept für Pad Kra Pao (ca. 4 Portionen)

Zubereitungszeit: 20 Minuten

  • 450 g Bio-Rindfleisch, faschiert
  • 8 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 4 rote Chilischoten (je nach gewünschter Schärfe), fein geschnitten
  • 2 EL neutrales Öl oder Erdnussöl
  • 2–4 TL Fischsauce
  • 1 TL brauner Zucker
  • 1 Tasse Brühe (leicht gesalzen) oder Wasser
  • Pfeffer nach Geschmack
  • 2 Handvoll Holy Basil (alternativ Thai- oder normales Basilikum)
  • Frisch gekochter Jasminreis
  • Optional: 1 Spiegelei pro Portion

Zubereitung

  1. Das Fleisch in einem Wok oder einer Pfanne in 1 EL Öl rundum braten, bis es knusprig wird.
  2. Etwas beiseite schieben, restliches Öl zugeben und darin Knoblauch und Chili kurz anbraten.
  3. Alles vermengen, Zucker, Pfeffer, Fischsauce und Brühe zugeben.
  4. Holy Basil unterheben und weiterbraten, bis die Blätter zusammenfallen.
  5. Mit Jasminreis und einem Spiegelei servieren.

Prik Nam Pla Sauce:
2–4 Chilis, 4 TL Fischsauce, 4 EL Limettensaft, 2 Knoblauchzehen in dünne Scheiben schneiden – alles vermengen.

Pad Kra Pao bringt mit wenig Aufwand intensive Aromen auf den Teller. Und zeigt, wie viel Freude das Kochen machen kann – auch, wenn nicht alles „original“ ist. Hauptsache selbst gemacht. Probiert es einfach aus!

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